| Der erste Roman von Martin Suter ist durch den französischen Regisseur Bruno Chiche in ein packendes Familiendrama umgesetzt worden. Der Film beginnt zwar mit verstörenden Bildern, doch im Innern des Landhauses wird gleich darauf heile Welt zelebriert. Der Sohn des Hauses hat kürzlich geheiratet und seine aparte Frau Simone soll nun an seiner Seite glänzen. Beherrscht wird der Haushalt aber von der Mutter. Als der an Demenz leidende Konrad ins Haus platzt, „Ein Freund des Hauses“ wie es heisst, wird dieser in ein Nebengebäude abgeschoben. Doch Simone, selber Fremdling, sucht dessen Nähe und kommt einem ungeheuren Familiengeheimnis auf die Spur. Da es sich zumeist um ein Kammerspiel handelt, ist die gute Besetzung für den Erfolg des Streifens massgebend. Françoise Fabian spielt die unbeugsame Patriarchin, Gérard Depardieu vermag des rührende in der Figur des Konrad hervorragend zu meistern und Alexandra Maria Lara begeistert als eingeheiratete Simone. Nils Arestrup als vermeintlicher Jugendfreund von Konrad komplettiert das schauspielerische Quartett, das sich Irrungen und Wirrungen ausgesetzt sieht. Demenzkranke haben oft Langzeiterinnerungen, die nicht immer erwünscht sind. |